Wenn der innere Antreiber dein Leben steuert –

und wie du als leistungsstarke Frau wieder bei dir ankommst

„Ich lebe jetzt nicht mehr performancegesteuert. Ich lerne zu fühlen, was ich wirklich brauche. Ruhe zieht sich durch: Da sein, mal nichts zu machen. Es erfüllt mich, bei mir zu sein, mit mir zu sein und loszulassen von dem Denken, wer ich zu ein habe.“

(Theresa, 34 Jahre/ Coachee)

Du bist leistungsstark, verlässlich und engagiert. Du hältst viel aus, denkst mit, springst ein und ziehst durch. Von außen wirkt dein Leben oft „gut organisiert“ oder sogar beneidenswert erfolgreich.
Und doch gibt es diese leisen Warnsignale: Erschöpfung trotz Erfolg, Schlafprobleme, diffuse körperliche Beschwerden, Gereiztheit oder eine innere Leere, die sich selbst nach erreichten Zielen nicht füllt.

Viele meiner Coaching-Klientinnen zwischen 30 und 40 kennen dieses Spannungsfeld sehr gut. Häufig steckt dahinter ein besonders mächtiger Begleiter: ein starker innerer Antreiber.

 

Der innere Antreiber – hilfreiche Kraft oder heimlicher Chef?

Der innere Antreiber ist nicht per se dein Feind. Im Gegenteil: Er hat dir geholfen, viel zu erreichen. Er meldet sich mit Sätzen wie:

 

  • „Reiß dich zusammen.“
  • „Jetzt nicht schwach sein.“
  • „Du musst das richtig gut machen.“
  • „Erst die anderen, dann du.“
  • „Wenn du nichts leistest, bist du nichts wert.“

Ursprünglich wollte dieser innere Anteil dich schützen – vor Ablehnung, vor Kontrollverlust, vor dem schmerzhaften Gefühl, nicht genug zu sein.
Problematisch wird es, wenn der innere Antreiber nicht mehr unterstützt, sondern kommandiert. Wenn er dauerhaft das Steuer übernimmt und Pausen, Bedürfnisse oder Grenzen als Schwäche bewertet.

Dann entsteht ein Leben im Dauer-Funktionsmodus. Dein Nervensystem bleibt im Alarmzustand – und dein Körper zieht irgendwann die Notbremse. Symptome sind dann keine Störung, sondern klare Signale, dass etwas Wesentliches fehlt.

Leistung ist, was du tust – nicht, wer du bist

Ein zentraler Schritt in der Arbeit mit leistungsorientierten Frauen ist ein leiser, aber tiefgreifender Perspektivwechsel:

Du bist nicht dein innerer Antreiber.

Du hast ihn.

Solange du dich vollständig mit dieser inneren Stimme identifizierst, fühlt es sich an, als gäbe es keine Alternative. Bewusstheit schafft Abstand – und Abstand eröffnet Wahlmöglichkeiten.

Stell dir deinen Antreiber wie eine innere Figur vor:
eine strenge Managerin, einen ungeduldigen Lehrer oder einen nervösen Kontrolleur oder gar Zuchtmeister.

Du kannst ihn wahrnehmen, ihm zuhören – ohne ihm automatisch zu folgen. Allein dieses innere Beobachten wirkt regulierend auf dein Nervensystem.

Sage- Power<br />Positive Intelligenz<br />Cordula Böhm<br />Coaching

Warum „weniger tun“ für leistungsstarke Frauen oft nicht funktioniert

Viele ambitionierte Frauen versuchen, Erschöpfung mit weiterer Selbstoptimierung zu lösen:
bessere To-do-Listen, effizientere Pausen, noch mehr Achtsamkeitsübungen. Doch wenn all das aus demselben inneren Druck entsteht („Ich muss mich jetzt auch noch richtig entspannen“), bleibt die Wirkung begrenzt.

Es geht nicht darum, weniger ambitioniert zu sein.
Es geht darum, die Quelle deiner Ambition zu verändern.

Handelst du aus Angst, nicht zu genügen oder  aus einer inneren Verbundenheit mit dir selbst?

Eine Einladung zur ehrlichen Innenschau

Vielleicht magst du dir in einem ruhigen Moment diese Fragen stellen – nicht, um sie zu „lösen“, sondern um ihnen Raum zu geben:

  • Was würde passieren, wenn ich heute nicht alles gebe?

  • Wem versuche ich (unbewusst) zu beweisen, dass ich gut genug bin?

  • Wie fühlt sich mein Körper an, wenn ich langsamer werde?

Oft tauchen dabei alte Überzeugungen auf. Manchmal auch Traurigkeit oder Wut. Das ist kein Rückschritt – sondern echter Kontakt mit dir selbst.

Selbstwert jenseits von Leistung entwickeln

 

Je weniger du dich mit deinem inneren Antreiber verwechselst, desto mehr Raum entsteht für einen Selbstwert, der nicht verdient werden muss.

Ein inneres Erleben von:
„Ich darf da sein – auch ohne Leistung.“

Für viele leistungsstarke Frauen fühlt sich das zunächst ungewohnt oder sogar bedrohlich an. Und doch liegt hier oft der Schlüssel zu innerer Ruhe, emotionaler Stabilität und nachhaltiger Kraft – einer Kraft, die nicht aus Druck entsteht, sondern aus Verbundenheit.

Ein sanfter Anfang zurück zu dir selbst

Du musst dein Leben nicht radikal verändern. Bewusstheit beginnt im Kleinen:

  • einen Atemzug länger spüren, bevor du „Ja“ sagst

  • eine Pause nicht rechtfertigen

  • den inneren Antreiber bemerken und innerlich sagen:
    „Ich sehe dich – und ich entscheide.“

Vielleicht ist das der Beginn einer neuen Beziehung zu dir selbst. Einer, in der Leistung ihren Platz haben darf – aber nicht mehr den Thron.

Und vielleicht spürst du mit der Zeit: Du musst dich nicht ständig antreiben lassen. Du darfst dich auch tragen lassen.

cordula böhm
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