Satori: Erwachen zum eigenen Lebenssinn
Wie plötzliche Einsichten uns zu einem authentischen Leben führen
Wie mit mit einem zufälligen Fund ein ungewöhnlicher Lebensweg begann
Als der neunjährige Zoltan auf dem Speicher seines Elternhauses zwischen altem Gerümpel einen Koffer findet, zögert er nicht, ihn zu öffnen. Zwischen vergilbten medizinischen Fachbüchern seines Vaters findet er ein Buch aus den 30 er Jahren mit dem Titel „Yoga“. Im damaligen Jugoslawien ist dieses Wort gänzlich unbekannt. Eine ungekannte Aufregung erfasst den Jungen. Er blättert, betrachtet die merkwürdigen Abbildungen und fühlt ein Kribbeln im ganzen Körper. Er trägt das Buch in sein Zimmer und beherrscht nach ein paar Tagen den Lotussitz. Wenige Jahre später informiert er seine Eltern, dass er nicht Arzt werden wird sondern Yogi. Er verbringt lange Zeit in Indien und reist nun seit zwanzig Jahren per Fahrrad und Rucksack durch die Welt. Er unterrichtet Yoga und wenn ich in Dahab bin, versäume ich wie unzählige andere keine seiner Lektionen.

Wenn einem „ein Licht aufgeht“
Erinnerst du dich an einen Moment in deinem Leben, in dem dir wie Zoltan beim Öffnen des alten Buches jenseits jeder logischen Erklärung „ein Licht aufgegangen“ ist ?
Im Zen wird ein solcher Augenblicklick als „Satori“ bezeichnet. Satori ist ein Moment der der plötzlichen Einsicht, ein Heraustreten aus der Stimme im Kopf, den Gedankenprozessen und ihrer Reflexion im Körper als Emotion.
Abgeleitet von dem Wort „Satoru“ heisst es soviel wie „Erwachen“. Man kann auch von „Erleuchtung“ sprechen in dem Sinne, dass Licht fällt auf das, was vorher im Dunkeln lag. Zen-Mönche kommen über einen langen meditativen Übungsweg in einen Zustand universeller Verbundenheit, in dem Gedanken, Empfindungen und Emotionen zurücktreten.
Aber auch jenseits des Meditationskissens ist es möglich, kurzzeitig und plötzlich einen Satori Moment zu erfahren, der das Potential hat, unsere Lebensaufgabe spürbar zu machen und unserem Leben eine neue- und zwar unsere ganz eigene Richtung zu geben.
Dana tingelte als angesagte DJane durch die ganze Welt, getrieben von einer schmerzhaften Suche nach Erfüllung, die sie auf den grossen Bühnen, ihrem Erfolg und auch in Drogen nicht finden konnte. Nach einem Gig in Eilat führ sie mit Freunden südwärts auf den Sinai. Als sie nachts in tiefer Stille unter einem berückenden Sternenhimmel am Roten Meer sass, hinter sich die Felsen der Wüste, erschauderte sie: Das war er, der Sinn. Diese Stille, die Elemente und wandelnden Gestirne. Nie vorher hatte sie diese Verbundenheit erlebt. Heute lebt Dana in der Nähe dieses Ortes. Sie betreibt ein Camp und führt von dort aus Menschen in die Wüste.
Satori und unser rechtes Gehirn
In der modernen westlichen Zivilisation aufgewachsen, haben wir gelernt, vorrangig die Möglichkeiten unserer linken Hemisphere wertzuschätzen und zu beanspruchen:
Wir analysieren, wir planen, wir kontrollieren und folgen der im Zweifelsfall der Vernunft. Wir gehen bewusst oder unbewusst davon aus, dass unsere Lebenswege in der Tendenz vertrauten, pragmatischen Skripten folgen. Erfolge und Misserfolge rechnen wir in erster Linie unserer gezielten Anstrengung oder eben unserem Versagen, bestenfalls dem Zufall zu.
Satori aber sendet Signale aus der Sphäre von Ganzheit, Intuition, Kreativität, für die in erster Linie unsere rechte

Gehirnhälfte zuständig ist. Sie zeigen sich oft jenseits des Sagbaren als Bilder, Emotionen, Eingebungen. Künstlerisch veranlagte Menschen werden diese Resonanzen sehr bewusst nutzen um Neues zu gestalten.
Den vernünftigen Strategen unter uns jedoch mögen solche Momente als beängstigender Angriff auf das Gefühl von Kontrolle und Vorhersehbarkeit scheinen. Und so wird manche den inneren Aufruf verpassen, links abzubiegen statt weiter geradeaus zu laufen.
Welchen Weg hätte Zoltan eingeschlagen, wenn er den Ruf des alten Yoga- Buchs versäumt hätte? Dana wäre wahrscheinlich weiter als DJane um die Welt getingelt und hätte versucht, mit Drogen, die Leere zu füllen.
Satori- Momente des Erwachens sind selten bequem. Sie rufen uns auf, Vertrautes in Frage zu stellen, Risiken einzugehen, Konventionen hinter uns zu lassen. Am Ende aber führen sie uns dazu, auf lebendige Weise unseren Sinn zu finden und ganz authentisch zu werden.
So öffnest du die Tür für Momente der Einsicht in deine Lebensaufgabe
Meine Klientinnen, mehrheitlich Frauen im Alter zwischen 30 und 40, stellen sich Fragen wie „Soll das schon alles gewesen sein?“, „Wie will ich den Rest meines Lebens verbringen?“, „Wie überwinde ich meine Ängste?“, „Wo ist mein wirkliches Zuhause?“, „Was ist meine Aufgabe in diesem Leben?“
Vielleicht hast auch du dich schon bemüht, solche tieferen Lebensfragen durch Nachdenken und Analyse (linke Hemisphäre) zu beantworten. Wahrscheinlich hast du dich in in quälenden Denkschleifen zu verloren, die Kopfschmerzen statt kreative Lösungen generiert haben.
Wer würde sich nicht wünschen, in einem plötzlichen Moment der Erleuchtung die Antwort zu finden?
Satori Momente kann man allerdings nicht willentlich herbeiführen. Aber wir können sie einladen, indem wir zur Ruhe kommen, unseren inneren Kompass ausrichten und die Gaben unserer rechten Hemisphäre aktivieren. Ohnehin ist das ein Weg, das Leben farbiger, interessanter und friedlicher zu machen.
Hier sind Anregungen für dich, die dich empfänglicher machen für die Wegweiser auf deiner Reise:
1. MEDITATION UND ACHTSAMKEIT
Kreisen in deinem Kopf pausenlos quälende Gedanken, To Do Listen, Erinnerungen, Wenn und Abers und sonstige Widersacher? Damit bist du nicht allein. Viele von uns hören konstant diese lästigen „chattering monkeys“. Sie sind oft so laut, dass sie Signale und Zeichen tief aus unsere Seele, die unseren Weg korrigieren würden, übertönen.
Regelmäßig zu meditieren und Achtsamkeit zu üben wirkt wie eine Art Hausputz. In der Ruhe entstehen innere Räume und Empfänglichkeit für neue Botschaften.
2. GEH RAUS IN DIE NATUR!
Verkehrslärm, Stau, rechte Winkel, künstliches Licht? Geh raus in die Natur! Betrachte den Sonnenaufgang oder eine Abenddämmerung, schau in einen Sternenhimmel! Staune! Mit der Schönheit natürlicher Zyklen verbunden zu sein, öffnet dich für tiefere Wahrheiten.
3. SUCHE WAHRE BEGEGNUNGEN!
Was sind die Themen in deinen Gesprächen mit Freunden und Familie? Beschränkst du dich auf Smalltalk oder zeigst du dich verletzlich und teilst deine Fragen ans Leben? Suche dir Menschen, die dich inspirieren, mit denen ein wirklicher Dialog möglich ist und der Licht ins Labyrinth deiner Gefühle und Gedanken bringt.
4. RUNTER VON DER COUCH!
Du sitzt auf der Couch und grübelst? Bau deine Spannung ab, mach Yoga, laufe, fahre Fahrrad, tanze… Wie auch immer: Bewege deinen Körper und mach ihn durchlässig für Inspiration. UND: Was gut und stimmig für dich ist, spürst du zuerst tief drin in deinem Körper als Wärme oder Vibration. Er bietet den Resonanzraum für die Botschaften deiner Seele.
5. ÖFFNE DICH FÜR NEUES!
Dein Leben fühlt sich an wie ein Hamsterrad und du glaubst, alles schon gesehen zu haben? Wage neue Erfahrungen! Egal, ob du ab morgen den Tag mit einer kalten Dusche beginnst, diese Frau im Bus auf einen Kaffee einlädst, zum ersten Mal alleine verreist oder endlich die Möglichkeiten von KI erkundest: Du öffnest damit die Einfallstore für neue Ideen.
6. WECKE DEINE KREATIVITÄT!
„Jeder Mensch ist ein Künstler“- sage Joseph Beuys. Stimmt! Falls du abends vor allem Netflix Serien bingest und durch Instagram scrollst, denk dran: Als Kind hast du gestaltet, gespielt, erfunden, phantasiert. Diese Fähigkeit ist nicht verlorengegangen, du kannst sie wieder wecken: Nimm Gesangsstunden, zeichne, tanze, schreibe, koche für deine Freunde- was auch immer. Die Freude und die innere Bewegung, die mit kreativenTätigkeiten einhergeht, macht dich freier und trainiert deine rechte Hemisphäre, das Einfallstor von Satori- Momenten.
Dass ich heute diesen Blogpost schreibe, habe ich unter anderem einem Moment vor etwa 20 Jahren zu verdanken: Ich lag in meinem damaligen „Normalzustand“ nervös und niedergeschlagen am Strand, als ich in einem Gespräch auf der Decke neben mir das Wort „Mindfulness“ aufschnappte. Ich hatte es vorher noch nicht gehört und ich hatte keine Ahnung, warum ich plötzlich hellwach wurde. Ich notierte es und kaufte sofort nach meiner Rückkehr (damals noch) CD´s mit Meditationsanleitungen und Bücher von Jon Kabat Zin. Ich begann, täglich zu meditieren- zunächst mit Audio- später ohne. „Mindfulness“ inzwischen in aller Munde war ein Game- Changer für mein Leben und die Grundlage für meine Arbeit als Coach.
Satori-Momente sind kraftvolle Wendepunkte, die uns dazu einladen, unser Leben neu zu gestalten und unsere wahren Wünsche zu erkennen. Ich empfehle dir die sehr berührende Serie „Fragmente“ auf ARTE, in der Menschen in kurzen Videos erzählen, wie sie solche Momente erlebt haben.
Wenn du dich fragst, wie du diese tiefen Einsichten in deinem eigenen Leben erleben und nutzen kannst, lade ich dich ein, den nächsten Schritt zu wagen. Gemeinsam arbeiten wir an deinen Fragen arbeiten, überwinden Blockaden und ebnen den Weg zu einem erfüllteren, authentischeren Leben.
Ich freue mich darauf, dich auf deiner Reise zu begleiten. Melde dich für ein Kennenlerngespräch und lass uns herausfinden, wie ich dich unterstützen kann, dein volles Potenzial zu entfalten. Dein Satori-Moment wartet auf dich!
cordula böhm
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