MUT ZUR WUT!

 

Wie du die Lebensenergie der Wut als Katalysator nutzen kannst

 

„Es ist nichts falsch mit dem Feuer.

Aber wenn es dein Haus niederbrennt, ist es schrecklich.

Wenn es jedoch dein Essen kocht ist es wunderbar.“

(Yogi Bhajan)

Möchtest du öfter als dir lieb ist „aus der Haut fahren“?  Du „kochst“ zuweilen vor Wut?

 

Und du hast keine Ahnung wie du damit umgehen sollst?

Falls dem so ist: Gratuliere! Ein Großteil von Frauen läßt dieses Gefühl erst gar nicht zu und bezahlt dafür den Preis von Lebendigkeit und Gesundheit.

Du spürst die Wut! Du bist in Kontakt mit diesem Feuer!

Erkenne deine Wut als Ausdruck einer ungezügelten kraftvollen Lebensenergie mit hohem Potential für dein Wachstum an

  • Sie zeigt dir einen Veränderungsbedarf.
  • Sie mobilisiert dich.
  • Sie signalisiert einen Willenschub

Damit befindest du dich, im Gegensatz zu herrschenden Vorstellungen in unserer Kultur, in guter weiblicher Tradition:

In der Mythologie vieler Völker finden sich unzählige Beispiele rasender weiblicher Archetypen:

weibliche Wut

Im Hinduismus hängt der Göttin Kali eine Kette aus Schädeln um den Hals und eine feuerrote Zunge aus dem Mund.  Sie ist die Göttin der Zerstörung, die Platz macht für Neues. 

In den Vorstellungen der alten Römer rasen die Furien als zürnende Rachegöttinen in schrecklicher Gestalt mit verzerrten Gesichtszügen und flammensprühenden Augen durch die Unterwelt. Die Aufzählung ließe sich fortführen.

 

Eine großenEindruck haben mir immer die Bilder der jungen Niki de Saint Phalle gemacht. Sie ist gemeinhin für ihre bunten dicken und freundlichen Nana- Figuren bekannt. Bevor sie jedoch fähig war, diese zu schaffen, hat sie sich durch ihre Wut geschossen:  

Mit dem Gewehr feuerte sie Farbbeutel auf Bilder und Symbole von Männer und Institutionen, die sie in ihrer Entwicklung beschädigt hatten.

weibliche Wut

Was bei einem Mann als gesunde Durchsetzungskraft und Standing gefeiert wird (Ein richtiger Kerl haut auch mal auf den Tisch!), gilt allerdings bei Frauen als unangemessen, häßlich oder gar lächerlich.

Wenn wir schon die Beherrschung verlieren, dann fühlen wir uns schuldig.Frau riskierte Bemerkungen wie: „Die hat wohl ihre Tage!“, „Hysterische Furie!“, „Zicke! oder ähnlich beschämende Reaktionen.

Ich habe als junge Frau nie gewagt, meine Wut ernst zu nehmen, auszudrücken oder gar zu entladen. Mein Ventil war die Depression. Die andauernde Unterdrückung der Rage hat mir lange Zeiten in grauem, müden Halbdämmer beschert.

Essstörungen, Autoaggressionen, Burnout oder gar chronische Erkrankungen können die Folge sein, wenn wir „sauer“ und nicht den Mut aufbringen, zu handeln.

 

Dies sind wesentliche Trigger, die dein Blut in Wallung bringen dürften:

  • Jemand hat deine Grenzen übertreten.
  • Deine Werte wurden verletzt.
  • Du befandst dich in einer Situation von Frustration und Ohnmacht.
  • Du hast die Kontrolle über ein Geschehen, welches dich betrifft, verloren.
  • Eine alte Verletzung aus deiner Kindheit wurde aktiviert.

Wenn du, wie du meisten von uns, noch weit entfernt bist von buddhistischer Gelassenheit, führen solche Situationen dazu, daß vermehrt Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin, Testosteron, Kortisol ausgeschüttet werden. Unser System gerät in einen erhöhten Stresszustand.

Zunächst einmal:

Nimm die Signale wahr! Schließ Freundschaft mit diesem unbequemen Gast!

Stell dir deine Wut vor als menschliche Gestalt: Wie sieht sie aus? Halt inne und sprich mit ihr!

Falls sie dich überwältigt, bewege dich! Jogge, tanze, steig aufs Rad. Bewegung bis an die Grenze deiner Kraft baut Stresshormone ab und bringt dich emotional „runter“.

Die Frau auf dem Bild meines Blogs mag schreien, vielleicht aber singt sie auch. Ich habe mir als junges Mädchen gewünscht, Janis Joplin zu sein. Es schien mir als hätte sie sie Möglichkeit mit rauer Stimme allen Frust herauszusingen.

Drück dich kreativ aus! Singe, male, schreibe oder was auch immer. Laß es raus!

Ich finde es akzeptabel, auf eine Grenzübertretung mit RAUER Stimme zu revoltieren. Ich finde nicht, dass die Reaktion auf eine Verletzung immer wohlgesetzt und strukturiert sein muss.

 Will man aber wirklich seinen von der Wut signalisierten Änderungsbedarf beim Gegenüber adressieren, macht man sich mit der ungefilterten Explosion zwar spürbar, aber noch nicht echt verständlich. Frage dich deshalb:

  • Welches deiner Bedürfnisse wurde verletzt? Welche Grenze wurde übertreten?

  • Wie hast du das wahrgenommen?

  • Welche Wirkung hatte das auf dich?

  • Welchen Wunsch oder welche Forderung willst du daraus folgend mitteilen?

  • Was muss sich ändern?

Bei manchen Menschen führt Wut dazu, dass sie beginnen, sich politisch zu engagieren. Andere transformieren sie in wunderbare Kunst.

Wieder andere verlassen eine Arbeit, einen Ort oder einen Partner*in, um neu zu beginnen oder sie finden neue Wege im Umgang mit diesen.

Bei mir hat sie vor einigen Jahren dazu geführt, dass ich begonnen habe, regelmäßig zu meditieren. Das hat mein Leben verändert und dafür bin ich dem Trigger- Ex jetzt noch dankbar.

Durch Jahrhunderte haben Frauen ihre aggressive Energie gegen sich selber gerichtet.

 Die Wut, die sich nach innen richtet, ist eine Art langsamer Selbstmord.

Und deshalb: Nimm dich ernst, steh für dich ein, zeig Kante, umarme die Furien und laß dir von ihnen den Weg zeigen zu der Veränderung, die für dich lebendiger, authentischer, kraftvoller, erfüllter und letztlich liebevoller werden lässt!

cordula böhm
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