Enttäuscht, unverstanden, nicht gesehen?

 

Wie du für deine Bedürfnisse einstehst, statt im Frust zu verharren

Pia hat die Aufgabe, gemeinsam mit ihrer Kollegin Karin Workshops im Rahmen ihrer Organisation durchzuführen. Karin hat das Heft in die Hand genommen, trifft eigenmächtig Veränderungen im Konzept und stellt Pia in schroffem Ton an, die Stühle im Kreis zu stellen oder ein Poster vorzubereiten.

Pia ist so wütend, dass sie nachts kaum schlafen kann.

UNANGENEHME GEFÜHLE? VERÄNDERUNG STEHT AN!

„Ich frage mich, ob ich überhaupt ein guter Mensch bin.“ seufzt Pia im Coaching.

Gefühle wie Ärger, Wut, Enttäuschung, Frustration sind für sie Ausdruck unangemessener Negativität und mangelnder Selbstkontrolle.

Ich werde hellwach und interessiert, als sie dennoch im Coaching „die Sau rauslässt“.

Lösungen werden greifbar, wenn wir negativ konnotierte Gefühle nicht als Feinde betrachten. Es lohnt sich, sie als Verbündete und  klare Boten eines Veränderungsbedarfs anzusehen. Sie weisen uns auf Bedürfnisse hin, die nicht bewusst und unerfüllt sind.

Sie manifestieren sich zunächst im Körper zum Beispiel als Spannung, Unwohlsein, flaues Gefühl im Magen.

AUF DEN KÖRPER HÖREN

Hier entscheidet sich bereits, ob wir in Richtung Lösung voranschreiten oder im Frust steckenbleiben.

Wie würdest du folgende Fragen beantworten?

  • Bist du so gut mit deinem Körper verbunden, dass du auch minimale energetische Veränderungen wahrnimmst?
  • Bist du bereit, diese Signale ernst zu nehmen oder übergehst du sie großzügig deinem inneren Zuchtmeister gehorchend, der mit strenger Stimme schnarrt: “Stell dich nicht so an!“

Wenn du das Ziehen in der Magengegend bereits in ein Gefühl übersetzen kannst: Bravo!

Kannst du es bereits benennen?

 

Benennen meint mehr als das lapidare „Gut!“ oder „Schlecht!“ auf die Frage, wie es dir geht. Es gibt einen unüberschaubar großen Gefühlswortschatz. 

Tatsächlich aber verfügen viele Menschen nur über ein eingeschränktes Vokabular, wenn es darum geht, genauer zu bezeichnen, was die Seele umtreibt. Auch ich tu mich oft schwer damit und habe mir als Krücke eine Liste ausgedruckt, die ich gegebenenfalls als Spickzettel benutze.

AUFWACHEN! HIER SPRICHT DEIN BEDÜRFNIS!

 Du fühlst dich irritiert? Hm… Welches deiner Bedürfnisse meldet sich damit zu Wort?  kann für jede von uns sehr unterschiedlich sein. Für mich ist Irritation beispielsweise eher positiv konnotiert. Es befriedigt mein Bedürfnis nach Anregung, Überraschung, Ungewohntem. Für andere mag Irritation auf ein unbefriedigtes Maß an Berechenbarkeit, Vorhersehbarkeit, Verstehbarkeit hindeuten.

Hier ein paar Beispiele dafür, welche unbefriedigten Bedürfnisse sich in bestimmten Gefühlen ausdrücken können.

  • Wütend-                       Bedürfnis nach Anerkennung, Respekt
  • Ungeduldig-                Bedürfnis nach Effizienz, Verlässlichkeit
  • Gelangweilt-                Bedürfnis nach Abwechslung, Herausforderung, Stimulation
  • Einsam-                         Bedürfnis nach Zuwendung, Verbindung

Je weiter unten wir uns auf der Maslowschen Pyramide befinden, desto leichter ist es zu sagen, was man braucht, um sich besser zu fühlen.

Hungrig? – Ich möchte was essen.  Klarer Fall.

Je höher wir uns nach oben bewegen desto anspruchsvoller wird es. Das mag auch daran liegen, dass es vielen Frauen noch immer vermessen erscheint, Bedürfnisse anzumelden.

Oft ist es leichter, heimlich ein Defizit zu beklagen als zu sagen, was man braucht.

  • Ich wünsche eine Gehaltserhöhung.
  • Ich habe das Bedürfnis nach mehr Kontakt und Zuwendung.
  • Ich habe das Bedürfnis, mein Potential stärker umzusetzen.
  • Ich habe das Bedürfnis, Zeit allein zu verbringen.

Ein Hoch auf alle Frauen, denen solche Sätze leicht und klar über die Lippen gehen.

WAS GENAU MACHT DEIN LEBEN BESSER? SPRICH ES AN!

Was genau kann dein Gegenüber dazu beitragen, dein Leben zu verbessern, sprich: Dein Bedürfnis zu erfüllen?

Wer immer dein Gegenüber ist- sei es dein Partner, dein(e) Chef(in), dein Kind,… Es ist unwahrscheinlich, daß er/ sie hellsichtig ist und allein in deinem schlecht gelaunten Gesichtsausdruck lesen kann, was du brauchst.

Sprich dein Bedürfnis aus und teile mit, was genau er/ sie tun kann, um es zu erfüllen. Vermeide dabei jede Anklage!

Die Verantwortung für deine Gefühle und die Erfüllung deiner Bedürfnisse liegt allein bei dir. Es ist nicht ihre/ seine  Pflicht, deinen Wunsch zu erfüllen. In den meisten Fällen aber sind Menschen gern bereit, KONKRETEN Anliegen entgegenzukommen.

Oft aber trägt schon alleine das Aussprechen zu einer Klärung bei.

INNNERE KLÄRUNG WIRKT WUNDER!

Diese Schritte sind angelehnt an das Konzept der gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg. Mehr dazu findest du hier.

Ich erinnere mich an meine ersten Erfahrungen damit. Das alles erschien mir sperrig und umständlich, ich machte mich aber dennoch daran zu üben. In einer wirklich herausfordernden Konfliktsituation setzte ich mich abends vor ein Blatt Papier und begann sie schriftlich auszuarbeiten. “So würde ich niemals reden.“, dachte ich. Muss man auch nicht. Viel wichtiger ist, daß frau für sich selber Klarheit gewinnt darüber, was ihr helfen kann, glücklicher zu sein. Ich habe nicht nur einmal erlebt, dass sich allein durch den innerlichen Klärungsprozess, der beim Schreiben passiert, der eigene Fokus ändert. Manchmal geraten die  Dinge  in Bewegung, noch bevor man sie ausgesprochen hat. 

Pia, eine Frau, der zwischenmenschliche Harmonie sehr wichtig ist, hat nach unserer gemeinsamen Vorbereitung das Gespräch mit ihrer Kollegin Karin gesucht. Diese reagierte erstaunt. Ihr war nicht bewusst gewesen, dass sie als dominant und unkooperativ empfunden wurde. 

Der erst Schritt einer Lösung war gemacht. 

KEIN WUNDER, WENN DIR DAS SCHWER FÄLLT!

Interessanterweise erlebe ich als Coach Frauen jden Alters, denen es schwer fällt, ihre Bedürfnisse zu wahrzunehmen und zu adressieren.

Ich erinnere mich, dass es in meiner Herkunftsfamilie absolut unüblich war, individuelle Anliegen in Betracht zu ziehen, geschweige denn auszusprechen. So ist das auch heute noch in Gesellschaften, in denen kollektiver Zusammenhalt und Zugehörigkeit stärker gewichtet werden als persönliches Wachstum.

Uns selber wichtig zu nehmen und für uns einzustehen ist also ein relativ junges Konzept, welches nicht zwingend in unseren Genen verankert ist. Hier sind wir alle Lernende, sei es in Gehaltsverhandlungen, Konflikten am Arbeitsplatz, Grenzen in einer Liebesbeziehung oder Freundschaft. Es braucht Selbstvertrauen und  Mut, ein angemessenes Gehalt zu fordern oder den Partner um mehr Freiraum zu bitten.

Falls du dir Unterstützung und Begleitung dabei wünschst, bin ich gern als Coach an deiner Seite.

 

cordula böhm
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